Scheiß auf Esoterik

Nee, echt, ich habs versucht. Ich wollte für Kohle schreiben, für das ganz fette Geld, wollte den ganz großen Reißer bringen – bis Seite 10 bin ich gekommen, obwohl hier schon die Vorlage von 1996 liegt. Ich bin nicht in der Stimmung, ein esoterisches Ding zu bringen, vielleicht in ein paar Jahren, oder dann, wenn ich weniger aggro bin. Es gibt so viel Scheiß auf der Erde, besser ich verschone euch mit noch mehr Scheiß, und schreibe lieber das, wonach mir wirklich ist. Die ganzen Nazis gehen mir voll auf die Eier, die ganzen Pisser, die nichts sehen und nichts hören. Die Egos. Die Egozentriker erst recht. Tunnelblick. Die Ökonazis sowieso, die ihre alten Diesel fahren, aber Plastiklatschen tragen usw. Die Arschlöcher, die Gettos für Flüchtlinge außerhalb der Städte bauen wollen, um sie auszugrenzen. Die RTL 2-Süchtigen. Im nächsten Buch lasse ich alles raus. Ich verschiebe auch „Im Wahn der Zeichen“ nach hinten. Vielleicht gelingt mir ja was, mal sehen. Der Titel steht diesmal schon, das Cover reift ab heute bei meinem guten Freund und Gönner Jean Coppong im Kopf. Jetzt fehlt nur noch der Text – 200 Seiten reichen, mehr braucht man nicht, um die ganze Scheiße auf den Punkt zu bringen. Der Anfang ist auch schon gemacht, fliegt hier irgendwo in einem meiner Tagebücher rum. Ich freue mich drauf, den Hass rauszulassen, der immer stärker wird. Ich kann so vieles nicht verstehen, immer schön lächeln, immer zu allem ja und amen sagen, mitschwimmen im großen Strom. Nicht auffallen, und Schiss haben, jemand zu beleidigen, auf die Fresse zu kriegen. Das Buch muss losgehen wie Donner. Der Plot muss reinknallen wie Dynamit. Nichts mit um den heißen Brei schreiben, direkt sein, für jeden verständlich. Heile Welt gibt es noch, aber die Erde ist im Arsch. Voll im Arsch. Heile Welt im eigenen Kopf, das ja, aber wenn man anfängt zu verstehen, wird einem schlecht. Ich feiere trotzdem noch, klar, ich rauche und trinke und höre Musik. Ich verschone meinen Sohn mit der ganzen Scheiße weitesgehend. Gestern war meine Mutter syrisch essen, in einem großen Restaurant in Hannover, ich habe sie reingebracht und später wieder abgeholt. Was für freundliche und herzliche Menschen da im Restaurant waren! Und wie wunderschön die Männer und Frauen sind! Und wie sie gestrahlt haben. Ja, aber nur in ihrer kleinen Welt im Restaurant, schauen sie auf ihr Land, kommen ihnen die Tränen. Alles zerstört. Kein Zuhause mehr.  Und wofür? Für Geld, Geld, Geld! Und Götter! Und Macht! Und Macht! Und Macht! Krank. Egal jetzt, ich hör jetzt auf. Mache Schluss für heute   .

Sehnsucht

Guten Abend!

Mir ist danach, euch ein paar Zeilen zu schreiben, ein Gefühl mitzuteilen, das mich beschäftigt. Was ist das für ein Gefühl? Es ist Sehnsucht. Sehnsucht nach etwas Großem, Sehnsucht, etwas fast Unmögliches zu erreichen, Sehnsucht nach Anerkennung für den ganzen psychotischen Scheiß, den ich durchgemacht habe. Meine Seele will gestreichelt werden. Wird sie jeden Tag von meiner Frau und meinem Sohn, ich weiß. Aber da ist etwas, das fehlt. Ich meine nicht die Liebe. Wer mein Buch „Im Wahn der Zeichen“ kennt, weiß, dass es voller Ironie ist, manchmal wirkt es, als sei es nur so dahingewischt. Ist es nicht. Beim Schreiben durchlebte ich viele Ereignisse noch einmal voll durch. Gefühle übermannten mich, Tränen rollten, das Herz hat geblutet. Aber manchmal musste ich auch herzlich über mich selbst lachen. Dabei war in Wirklichkeit nicht sehr viel zu lachen, vor allem nicht für meine damalige Freundin und meine Mutter. Beide haben um mein Leben, zumindest um meine Existenz gekämpft. Ich will von diesem harten und doch so ironischen Buch wegkommen, ein schlichter Roman soll und wird entstehen. Ab März, wie ihr wisst. Am liebsten würde ich mich sofort ransetzen, aber die esoterische Geschichte geht vor. Sie geht aus dem einfachen Grund vor, weil ich sie für Kohle schreibe. Sie ist ein Schatz. Jaja, wenn es ums Geld geht, kannste es sowieso als Schriftsteller vergessen, Geld hat ne Menge Schriftsteller total versaut. Aber ehrlich mal, die meisten konnten doch erst richtig anfangen zu schreiben, als sie wussten, wie sie überleben konnten. Anerkennung. Sollten die ganzen Psychosen, die ganzen schizophrenen Phasen, der Suzidversuch umsonst gewesen sein! Nur mal eben so fast zwei Jahre in der Klapse? Nach der ersten Psychose wusste ich, hey, das ist dein Kapital, das, was du erlebt hast, ist ein Schatz, das hat keiner erlebt. Deswegen musste ich es auch alles niederschreiben, auch so sehr im Detail, weil natürlich alles so unendlich wichtig für mich gewesen ist. Heute kann ich da zum Glück distanzierter rangehen. Ohne zu viel Gefühl, ohne Tränen und Herzschmerz. — Die Sehnsucht. Aber was genau ist es denn für eine Sehnsucht? In der Bestsellerliste ganz oben zu stehen? Vor 1000 Leuten Lesungen zu geben? Nein, ich sag es euch: Es ist die Sehnsucht, frei und unabhängig zu sein der Kunst wegen. Kein Zwang zu haben, etwas anderes tun zu MÜSSEN. Ich schreibe jetzt also das esoterische Ding, um es Millionenfach zu verschachern. Ich bin kein Esoteriker, ich finde alle Esoteriker total schräg. Das ist doch nichts anderes als ein riesiger Haufen Scheiße, dem es um nichts anderers als um Geld geht. Deswegen wird mein Buch da auch so gut reinpassen. Versprochen. Ich schreibe es, um reich zu werden, nicht, weil es eine wahre literarische Herzensangelegenheit ist. Wahrscheinlich zieht es sich deswegen auch so lange. Mucho Guscho war schnell niedergeschrieben, da wusste ich genau, wie ich es mache, worauf es mir im Buch ankommt. Hier weiß ich jetzt gar nichts, nur, dass es mir auf die Eier geht. Mir geht es auf die Eier, dass ich nicht richtig vorankomme und es geht mir auf die Eier, es überhaupt zu schreiben. Aber ich MUSS! Es ist vielleicht die einzige Chance, ein breites Publikum zu erreichen. Bevor ich mich hier noch mehr in meinen Sätzen verfange, stoppe ich lieber. Machts gut, ihr Lieben    !

PS. Falls ein esoterischer Verlag richtig Knatter machen will, einfach bei mir melden …

Ein Tag später

Es ist halb elf durch. Ich bin ziemlich nüchtern, zu nüchtern für diese Uhrzeit. Ich bin etwas genervt, etwas unzufrieden. Heute habe ich bei Deutschlandfunk-Kultur ein Interview eines Esoterikers gehört, der in Asien lebt und dort täglich meditiert. Ich weiß, was mich an diesen ganzen Spinnern nervt! Es ist nicht die Meditation an sich, die mit Sicherheit gut tut, die Leben rettet, die entspannt usw. usw. Ich hasse Berkehrer! Ich hasse Dogmatiker! Ich hasse Menschen, die einem erzählen wollen, was der spirituelle Sinn des Lebens für die Menschheit ist. Ich hasse vor allem Menschen, die reich sind und andere aufklären wollen. Diese beschissenen berechnenden Beeinflusser! -, und genau durch diesen Einfluss werden sie noch reicher und immer fetter und fetter. Fickt euch! Nein, es ist kein Neid! ES IST HASS! Macht die Augen auf ihr Egoisten, es dreht sich nicht alles um einen selbst, es dreht sich das ganze Universum auf das Ende zu. Spürt ihr mal schön die Kraft in den Steinen, packt euch Kristalle ins Trinkwasser, lest Lebensratgeber und meditiert, meditiert, meditiert … Und am Ende flennt ihr doch alle wieder, weil das Leben so ungerecht ist. Warum???, fragt ihr. Hab ich das wirklich verdient? Warum ich? Ach ja, ich habs vergessen – Schicksal. Karma. Da musst du jetzt durch. Nimm den Weg an! Vertrau auf die Kraft der höchsten Götter! Und vergiss nicht zu meditieren. Und fühl deinen Handschmeichler, und bete Buddha an. — Es ist erlaubt, sich aufzuregen, es ist auch erlaubt, sich wieder abzuregen. Das schaffe ich auch ohne Bekehrung. Ohne dich! Bleib mir weg du EsoÖkoNazi! Und lass mich mit deinen ganzen Dämonen und Boten und Göttern und Engeln in Ruhe. Ich habe nämlich meinen Gott gefunden! OHNE DICH! GANZ ALLEIN! Weil ich losgegangen bin, weil ich marschiert bin, weil ich sensibel bin und die Zeichen wahrgenommen habe – ich habe sie GESEHEN! GESPÜRT! GEFÜHLT! OHNE DICH! Und wenn du nicht mehr da bist, dann bist du weg, so einfach ist das! HA! Da kräht kein Hahn nach.

Machts gut, morgenfrüh lese ich das Ganze noch mal und überlege mir, ob ichs abschicke   !

Sei zufrieden, das ist der Sinn!

Hallo Leute!

Der Wirkung von den vielfältigen alkoholischen Getränken ist ganz verschieden – mir gefällt am besten der „klare“ Whiskyrausch. Bei der Musk ist es anders – da höre ich gern den alten knisternden Rock, am besten vom Plattenteller. Zurücklehnen, einen Drink, leicht angeknüllt und gute Musik. Sehr gern allein. Aber auch in einer kleinen Runde kann Musikhören durchaus erhellend und inspirierend sein. Mein guter Freund CC in Berlin raucht ne Tüte, ich ne schöne Cigar, dazu Rock aus den 60ern und 70ern. Schade dass ich damals meine ganze Scheiben verkauft habe, weil mein PC im Arsch und ich mitten im Buch war. Heute wären die Platten ein Vermögen wert. Vor allem für Ohr, Herz und Seele. Ihr merkt schon, ich schwafel ein bisschen rum, macht aber Spaß. Dazu höre ich gerade Manfred Mann’s Earth Band von ’74. — Für das neue Buch ist totale Klarheit angesagt, es ensteht gerade ein ganz neuer Stil, der nur genau zu diesem Buch passt. Nicht zu verleichen mit den anderen Sachen, die ich gschrieben habe. „weg“ und „Mucho Guscho“ sind ja ganz einfache Romane, „Im Wahn der Zeichen“ ein autobiographischer Ausschnitt. Worauf ich mich wirklich schon freue, ist das hochaktuelle Ding, das ich im Kopf habe, es schwirrt und schwirrt und ist noch nicht einmal ausgesät. Aber da muss ich erst mal hinkommen, vor Anfang 2019 wird das wahrscheinlich nichts. Ich hoffe, es bleibt bei meiner Idee und keiner kommt auf eine ähnliche, was auf jeden Fall sein könnte. Es kommt auch auf die ganzen Nebenprojekte an, die unverhofft reingeschneit kommen. Irgendwas ist ja bekanntermaßen immer, womit man im Vorfeld nicht gerechnet hat. (Jetzt höre ich ELO von 1977), sehr angenehm, Erinnerungen an meine Berlinerzeit erwachen! Richtig schön dicht, ohrenbetäubende Lautstärke aus den Boxen. Im Übrigen ist es das erste Mal, dass ich hier im Blog einen längeren Text bei Musik versuche hinzukritzeln. Macht Spaß! Jetzt stoppen die Gedanken aber auch schon, die es wert gewesen wären, aufzuschreiben. Wären sie es wirklich wert gewesen? Nein, wahrscheinlich nicht. Die Finger stehen immer wieder still, die Ohren lassen sich immer wieder streicheln, zum Glück verstehe ich nicht viel von den englischen Texten, sonst wäre ich noch mehr abgelenkt. Deutsche Sachen könnte ich beim Schreiben gar nicht hören. Ihr wisst ja, Buk hat Mahler, Beethoven, Mozart, Bach und so was gehört, mit Klassik komme ich leider nicht klar. Mit Jazz zumeist auch nicht, mich flasht am meisten der gute alte Rock. Gern mit deutschsprachigen Texten, muss aber nicht sein. Techno kann ich nur ganz selten hören, ebenso Hip Hop. ELO ist schon schön. Supertramp. Aber auch Marillion aus den 80ern, Dire Straits, U2 … Natürlich auch die abgedrehteren Sachen, wie Doors, Pink Floyd, Led Zeppelin, Queen, Hendrix, Bowie, Iggy Pop, AC / DC und tausend andere. Wenn ich Geld hätte, würde ich mit CC einen Plattenladen in Berlin eröffnen, CC’s großer Traum. Ich würde dann den Volvo mit Scheiben vollladen und sie ihm vorbeibringen. Ach ja, die Träume. Es ist schön, wenn man einen Traum mit einem guten Freund teilen kann. Das konnten CC und ich schon früher hervorragend gemeinsam. Ich freue mich immer wieder darüber, ein paar richtig gute Freunde zu haben, mit denen ich auf einer Welle schwimme. Freunde, die meine Ideen ernst nehmen und die auch ihren eigenen Glauben besitzen. Die hoffen können. Die zufrieden sind. Freunde, die anrufen und sagen: Hey, gehts dir auch so gut wie mir? Lass mal treffen! Dann wird gesponnen, geträumt, sich gegenseitig aufgebaut, nicht runtergezogen und gesagt: Träum mal weiter, das klappt doch sowieso niemals! Das ist ganz klar der kleine Glaube der anderen, sollte nicht der eigene sein. Jeder kann es zur Zufriedenheit schaffen. Glück ist noch mal ne ganz andere Nummer. Jaja, manchmal ist man eben zufriedener, dann wieder nicht, so ist das eben in der Natur der Sache. Aber eine Grundzufriedenheit sollte schon da sein, sonst ist das Leben sinnlos. Dankbarkeit. Zuversicht und Hoffnung. Glaube an eine Sache. Muss kein Gott sein, kann auch etwas Materielles sein. Ein Weg. Ein Ziel. Muss kein großes Ziel sein, auf jeden Fall etwas, wo man drauf zusteuern kann. Meine Träume sind riesig. Ich lebe sie ständig. Halte damit auch nicht hintern Berg. Verrate sie. Sie euphorisieren mich, heben mich in die Höhe. Wundervoll. Und ich arbeite natürlich dran, es ist keine leere Hülle. Egal jetzt. Ich wünsche jedem Zufriedenheit. Der eine ist zufrieden, wenn er etwas zu essen hat. Der andere ist zufrieden, wenn er einen Joint raucht. Der nächste kauft sich ein neues Auto und freut sich. Ja, ich weiß gar nicht, warum ich ständig gegen die Glotze so wettere, wenn es den Menschen doch zufrieden macht, sich den ganzen Scheiß reinzuziehen. Es geht um Zufriedenheit, nicht darum, sich runterziehen zu lassen. Die Medien können total runterziehen. Musik kann aufbauen. Alkohol kann aufbauen, aber auch vernichten. Ebenso andere Drogen. Lass die Leute doch kiffen, sie tun doch keinem was, Kiffer sind die friedlichsten Menschen, die es auf der Erde gibt. Die meisten wollen nichts als Frieden für die ganze Welt. Vor allem aber für sich selbst. Klar, Egos sind die meisten auch, vor allem dann, wenn es nur noch um die Dröhnung geht. Ich schenk mir jetzt einen Rum ein und lege gleich ne andere Scheibe auf. Und dann komme ich langsam zum Schluss für heute Abend. Blablabla, das ist es gewesen. Schön. Hat mich währenddessen sehr befriedigt, sehr zufrieden gemacht. Bin völlig entspannt. Hebe aber nicht ab, bin ganz bei mir. Nette Mucke. Nichts von Aggessivität. Es ist elf Uhr am Abend, Sonntag. Zeit für’s Bett. Gute Nacht   !

Die Aufregung ist riesig! RIESIG!!!

Guten Tag, liebe Leser!

Hab länger nichts geschrieben, bin ja jetzt ganz groß in die Filmbranche eingestiegen, die ersten Angebote aus dem Ausland sind eingeflattert. Man will mich überall auf der Welt!

Ihr werdet euch wundern, aber ich schreibe tatsächlich an der esoterischen Erzählung, falls es eine Erzählung wird. Enthält eine Erzählung Dialoge? Warum nicht, meine schon. Mal sehen, was am Ende bei rauskommt. Ich hoffe, im März bin ich durch damit. Dann habe ich noch genau ein Jahr und zwei Monate Zeit bis zu meinem Fünfzigsten. Im Grunde ist es ja ein Geburtstag wie jeder andere, aber mit 50 sollte man endlich für sich selbst sorgen können, oder etwa nicht? Andere tun dies seit ihrer Ausbildung, und so ist es vielleicht auch richtig. Vielleicht. Es gibt ne Menge Künstler, die ihr Lebenlang Gönner hatten, Leute, die an den Künstler geglaubt haben. Aber in der Kunst so wie im ganzen Leben gehts um Anerkennung, und je mehr Menschen ein Werk anerkennen, desto besser und schöner für den Erschaffer. Selbstbewusstsein muss er erfahren. Ohne Selbstbewusstsein bringt man nichts zustande. Man muss überzeugt sein von seiner Aufgabe, man muss sie bis ins Kleinste beherrschen. Es gibt Menschen, die lassen sich berherrschen, von Befehlen, von Worten, von den Medien, von Spielen, von Drogen. Selbstberrschtes Handeln ist mit das Wertvollste, das man auf seinem Weg durchs Leben haben kann. Natürlich muss man ab und an auf sein Bauchgefühl hören, keine Frage, aber unbewusst sich irgendwo rein- oder ranwagen, kann den Tod einer Sache bedeuten. Vielleicht stirbt man dabei dann selbst. Wir können frei denken, frei entscheiden meistens. Viele Kinder auf der Welt können das nicht. Sie werden dressiert, sie werden zur Arbeit gezwungen – in Indien im Steinbruch, in Usbekestan zur Baumwollernte, in vielen Ländern werden Kinder zur Waffe geführt und lernen das skupellose Töten, lernen es wie ein harmloses Spiel, bei dem es ums Gewinnen geht. Hunderttausende Kinder, viele, viele Flüchtlinge stehen ohne Eltern oder andere Verwandte da. Sie sind drei, fünf, sieben Jahre alt, es geht um nichts anderers als ums pure Überleben. Ein wenig zu essen und zu trinken, ein klein wenig wärmer, ein paar liebevolle Worte, eine Berührung, gar ein Streicheln über den Kopf … Spielzeug? Blöde Frage. Und es wird nicht besser, nein, wird es nicht. Es könnte aber besser werden, viel besser, verdammte Scheiße! Wenn wir alle etwas bewusster die Welt und vor allem uns selbst wahrnehmen würden. Wir sind hier in Europa doch nichts Besonderes! Wir führen uns aber gottverdammt noch mal so auf. Wir tun so, als wären wir die Erwählten! Wir hatten Glück, mehr ist es aber nicht. Wenn ich in das Zimmer meines Sohnes gehe, komme ich kaum noch vorwärts, so viel Spielzeug liegt und fliegt da rum. Meine Schuld, ganz allein meine Schuld. Er kann da nichts zu. Die Kinder können zu überhaupt nichts, das sind nur wir Erwachsenen, wir Eltern, wir Erziehungsberechtigte. Na klar gibt es in Deutschland Armut, na klar kann man sich ständig über alle Politiker aufregen, wie ungerecht es hier zugeht. Geht es, ich weiß. Die Medien lenken uns von uns selbst ab. Vielleicht sollten endlich mal mehr Leute einen Joint rauchen, um klarzukommen in ihrer beschissenen kleinen Welt. Mal ein bisschen mehr Durch- und Weitblick wäre angesagt. Augen auf! Mal Gefühle für das Große Ganze zulassen. Fuck!!! Wäre ich ein besserer Redner und schlauer in der Schule gewesen, wäre ich Anwalt geworden. Oder gleich reich. Mit Geld kann man ne Menge anstellen und beeinflussen. Jaja, der kann viel reden, wenn der Tag lang ist. Hat er erst Geld, macht er gar nichts. Wie die meisten anderen auch. Er lebt ja jetzt schon in den Tag hinein. Soll arbeiten und uns nicht länger auf der Tasche liegen, der Schmarotzer. IHR KÖNNT MICH MAL!!! Mein Kopf rattert den ganzen Tag, manchmal halte ich es kaum aus, vor allem, wenn ich Zeitung lese, könnte ich kotzen und gleichzeitig heulen. Bringt nichts, weiß ich selbst …

So, ich habe mich beruhigt, es ist jetzt zehn Uhr am Abend. Es bringt gar nichts, wenn ich so etwas wie da oben schreibe. Ich muss handeln, nicht schreiben oder reden. Aber ehrlich mal, worüber sich so viele, viele Leute aufregen, hat im Grunde keinen Stellenwert verdient, ist nicht der Rede wert, die Zeitungen und das Radio sind aber voll mit Belanglosem. Es ist nicht so, dass ich nicht gern im Luxus lebe – lebe ich nämlich! Mehr gibt es dazu nicht zu sagen. Keine Rechtfertigung. Ich könnte alles verkaufen und bescheiden leben. Könnte ich wirklich? Nee, könnte ich nicht. Nur wenn ich müsste, dann würde es gehen, na klar, ich kenn es ja, kaum was zu haben. Ich kenne Hunger, ich kenne es, Leitungswasser trinken zu müssen. Ach ja? War ja selbst schuld, Hauptsache, er hatte Drogen, hätte ja nicht sein müssen. Oder? Die Sucht verändert das Leben, die Sucht macht einen fertig. Was nöle ich eigentlich!? Will ich gar nicht. Wisst ihr, was ich wirklich will? Ich könnte jetzt schreiben, vögeln oder so was. Aber was ich wirklich will … Ja, jetzt ne Zigarre wäre auch nicht schlecht. Ist es aber nicht. Ich will die EFP, Die Erste Friedenspartei, die Vereinigung aller Künstler und alle, die dazu gehören wollen. Ich will Weltfrieden! Und das sollte sich jeder einzelne Mensch wünschen, dann hätten wir ihn nämlich – ihr ganzen Kriegssarschlöcher! Ihr macht den Planeten fertig, mit allen Kindern und allen Menschen und allen Tieren und allen Pflanzen und allen Meeren und Flüssen! Ihr seid so arm, so gottverdammt arm, gebt euch doch einfach selbst die Kugel, wenn ihr schon töten müsst. Aber macht das in der Wüste oder sonst wo, wo kein anderer Mensch in eurer Nähe ist. Im Nord- oder Südpool. Das gibt’s ja gar nicht – und ich dachte, ich hätte mich beruhigt, verdammt. Kann man sich denn noch beruhigen, wenn man ein paar Zusammenhänge begreift? Ich schenk mir jetzt einen ein, zur Entspannung. Prost! Guckt weiter RTL 2! Lest weiter die ganzen Schmierblätter und schaut trotzdem tatenlos zu, so wie ich. Macht gar nichts! Kümmert euch um euer nächstes Peace, damit ihr ne fette Tüte rauchen könnt. Glotzt in die Glotze! Immer weiter so ihr Nichtse. Ist mir egal, wenn ihr mich verachtet, wenn ihr mich hasst, ist mir egal, wenn ihr euch angesprochen fühlt, ihr könnt mich mal! Jaja, jeder will geliebt werden, ich natürlich auch, jaja. Jeder will Anerkennung. Jeder will der Star sein. Bukowski würde sagen: FICKEN! Darum gehts im Leben. Nein, so einfach war er wirklich nicht gestrickt, er war ein sehr deprimierter Mann, der die Welt so gesehen hat, wie sie war und immer noch ist. Zum Kotzen! Positiv denken, Positiv denken, das geht hier alles in die weite, weite Welt. Ach ja? Soll es ruhig, interessiert mich einen Scheiß heute Abend. Und morgen? Wisst ihr was? Ich geh jetzt runter ne Zigarre rauchen, es ist halb elf. Und unten überlege ich mir, ob ich dann noch ein paar Sätze schreibe. Vielleicht habe ich mich ja dann tatsächlich beruhigt.

Bin wieder oben, ist elf Uhr, mache ne Flasche Wein auf, die Uhr schlägt gerade. Habe ich mich abgeregt? Ja, wahrscheinlich. Bin selbst erschlagen. Lese jetzt auch nicht noch mal, was ich geschrieben habe. Wir können doch nicht alle Tag für Tag die Augen verschließen und so tun, als sei alles in Ordnung, nur weil es uns gut geht, weil wir nicht betroffen sind von Hunger, Durst und Leid. Ich weiß auch, dass die meisten von euch das hier nicht durchlesen werden, weil ihr denkt, was redet dieser Bonze da nur für ne Scheiße! Soll seine Fresse halten! Ha!!! – hab mich anscheinend doch nicht abgeregt. Ich soll bei mir bleiben? Von mir erzählen? Mach ich auf dem 2. Youtube-Kanal, da gibt es nur Autobiographisches zu sehen und hören. Fange ich die nächsten Tage mit an. Und der Blog, habe ich beschlossen, bleibt zum größten Teil schriftlich. So, ich mache jetzt Schluss und höre noch ein bisschen Mucke.

Bis bald   !

 

Ausgesperrt – Hank T-Gedicht

Aus Jacky wird Hank T !!! Den Whiskey aus Tennessee darf ich wohl aus gesetzeswidrigen Gründen nicht mehr beim Namen nennen. Ist nicht schlimm, Hank T wird euch schmecken. Ich wünsche euch ein schönes Wochenende. Bis bald   !

Ich schreibe euch noch ein paar Zeilen, bevor ich zu Bett gehe.

Bevor ich alle kommenden Videos wieder löschen muss, nur weil ich den geschützten Namen des aus Tennessee stammenden Whiskeys benutze, greife ich lieber gleich auf einen eigenen Namen zurück. Hank T schmeckt noch besser, sieht besser aus und riecht besser. Wer Bukowski liebt, weiß, warum ich den Trank Hank nenne, und warum ich ihn so gerne trinke. Das T spricht man natürlich Ti aus, klare Sache. Also Hank T aus H, besser geht nicht. Leute, ich muss ins Bett, es ist zehn vor zwölf. Ich hatte vier Tage ne Grippe, meinen Sohn hats auch erwischt, also wieder wenig Zeit und Kraft, um am Buch zu arbeiten. Wenn ich meinen Freunden erzähle, ich schreibe was Esoterisches, ernte ich lächelnde Blicke. Ich kann da ja selbst auch nicht richtig ernst bei bleiben, aber wenn ich meine Gedichte so anschaue – meine Güte, ich war schon ganz schön weit weg. Kaum zu glauben, dass ich einmal so n bodenbeständiger Typ geworden bin. Wann fing das eigentlich an? Vielleicht so vor 13, 14 Jahren würde ich sagen, als ich meine Frau kennenlernte. Klar hebe ich noch ab und zu ab, muss sein, aber ich sehe zu, dass ich unter den Wolken bleibe, dahinter habe ich nichts mehr zu suchen. Nur noch im Flugzeug. Also auf zur nächsten Reise nach Amerika. Wer weiß, was kommt. Keiner kann in die Zukunft schauen. Heute kam die zweite Absage eines großes Verlages für Mucho Guscho, mal sehen, wie es weitergeht. So, Schluss jetzt   !

Suche dein Ich – Gedicht

Es ist ja nicht ganz leicht zu wissen, wer man  wirklich ist. Gibt es Zufälle? Hat jeder hier seine Aufgabe zu erfüllen? Wahrscheinlich, aber den meisten ist ihre wirkliche Aufgabe leider nicht bewusst. Sie lassen sich vom Auftrag ablenken. Aber von wem kommt der Auftrag? Von der Göttlichkeit? Vom höchsten Geist? Mal in sich kehren, mal auf sein Herz hören, ist vielleicht nicht das Schlechteste. Wir alle müssen uns verändern, sonst gehts abwärts mit der Erde, mit dem Universum. Na ja, wahrscheinlich ist es eh schon zu spät. Wir müllen uns weiter zu, wie soll man da wieder rauskommen? Wir müssten alle an einem Strang ziehen, sonst wird das nichts mehr. Wünschen wir uns also allen viel Glück   !

Wer ist man denn schon???

Manchmal bin ich es nicht – angeblich. Aber ich bin doch auch kein anderer, ich bin ich, auch wenn die Idee nicht unbedingt meinem Ich entspringt. Der, den ihr da auf dem Monitor seht, bin doch ich. Jedenfalls erkennt man mich an meiner Hülle, an meinen Augen, Nase, Mund usw. Die Stimme ist auch einzigartig, genauso wie der Fingerabdruck. Das, was ich erzähle, kommt aus meinem Mund, ist also auch in meinem Innern – zumindest gewesen. Wer ist man denn schon? Weißt du, wer du wirklich bist? Wozu du da bist auf Erden? Um dich einzubuddeln? Um nicht aufzufallen? Bis du so n Dauerkiffer aus den 80ern und hast Kifferparanoia, hast du heut noch kein Internetzugang. Ist nicht schlimm, du bist ja esoterisch. Gehst zum Heilpraktiker, hast du aber extreme Kopfschmerzen, klinkst du dir ne Aspirin rein. Oder? Du kannst natürlich auch Cellagon oder so was trinken, dann geht ja angeblich alles schneller vorbei, nur dein Leben nicht, du stirbst gesund. Na klar. Egal jetzt. Ich weiß oft nicht, wer ich bin, aber ich weiß, was mir Spaß macht. Videos aufnehmen, schreiben, nachdenken, träumen. Mich puschen. Ich mags auch manchmal melancholisch, wie jetzt zum Beispiel. Jetzt würde ich lieber keinen Film aufnehmen, wäre auch viel zu anstrengend. CC aus Berlin meint, das, was ich mache, sei Comedy. Ich weiß ja nicht. Meine Frau ist da anscheinend ganz anderer Meinung. Warum gibt man so viel auf die Meinungen anderer? Warum macht man nicht einfach sein Ding? Scheiß drauf – ich mach weiter mit den Videos. Ich will mich ja schließlich nicht als Schönheit präsentieren, und auch nicht als Komiker, sondern als ich selbst. Als ich selbst, auch wenn ich eine Mischung aus Fiktion und Wirklichkeit erzähle. Ist ja alles in mir, und kommt alles aus mir. Ich kotz euch ja nicht vor die Füße, es gibt den Mausklick, der sofort alles beenden kann. Nutzt ihn doch, aber nervt mich nicht länger. Zieht mich nicht runter. Heute soll man ja immer authentisch sein, mal Rumspinnen ist nicht angesagt, die Wahrheit soll es sein, nicht anderes, nur die Wahrheit. Könnt ihr bei mir total vergessen, ich lüge euch allen mit Vergnügen ins Gesicht. Schade ich euch damit? Schade ich mir damit? Bis jetzt nur mit den Kritiken, die ich einstecken muss. Zurzeit bin ich der, der ich gerade bin, das kann in zwei Wochen schon wieder ein ganz anderer sein. Der Geist, die Seele und der Körper bleiben natürlich (es sei denn, ich habe einen Unfall und sterbe), verändern tut man sich aber jeden verdammten Tag. Ich scheiß auf Prinzipien, wie ihr inzwischen wissen solltet. Heute hüh, morgen hott. Na und!? Ja, ist nicht ganz einfach, mit mir auf Dauer klarzukommen, ich zwinge keinen. Meine Frau weiß mich zu nehmen, mein Sohn sowieso, alles andere ist zweitrangig. So, für heute habe ich genug geschrieben, ich mach jetzt Schluss. Bis die Tage   !

Ihr lest und schaut mich

Hallo Leute!

Schön, dass ihr mich lest und schaut. DANKE! Habe festgestellt, dass sprechen schneller als schreiben geht. Ich dachte schon, ich bin beim Schreiben schnell, aber oft komme ich meinen Gedanken nicht hinterher. Obwohl, Sätze im Kopf und Sätze auf dem Monitor, entstehen meiner Meinung nach einigermaßen harmonisch. Ich kann mir nicht vorstellen, meine Ideen zu diktieren und automatisch mitschreiben zu lassen, oder von einem anderen menschlichen Wesen. Goethe zum Beispiel hatte seine Schreiber. Und wenn er selbst geschrieben hat, dann im Stehen am Pult. Man sagt, dann sei man wacher und konzentrierter. Durchaus möglich. Und der Raum, in dem man arbeitet, sollte auch nicht unbedingt zu warm sein, man arbeitet sich warm. Na ja, so gibt es einige Möglichkeiten, seiner Kreativität freien Lauf zu lassen. Wenn ihr meine Videos seht, denkt ihr, der ist voll durchgeknallt. Von mir aus könnt ihr denken, was ihr wollt, mach ich ja auch, nur habe ich keine Lust mehr, meine ganzen Gedanken für mich allein zu behalten, also schreibe und rede ich mir die Seele frei. Wen es nervt, braucht sich nichts davon zu geben. Zum Glück ist jeder Mensch frei in seiner Entscheidung, wenn er geistig und seelisch gesund ist. Ich bin wirklich lange nicht dazu gekommen, an der Dichtung zu arbeiten, obwohl nur etwa 120 Seiten vor mir liegen und ich glaube, das Ding könnte was werden. Wie gesagt, immer liegt was anderes an. Ich brauche den richtigen Schwung, den richtigen Tritt in den Hintern, damit ich dran bleibe. Es bringt nichts, einen Tag zu schreiben und dann wieder vier Tage nicht, das geht nach hinten los. Aber wartet es mal ab, ich bin kurz davor einzutauchen in jene Verse, die wie ein klarer See vor mir liegen. Sie warten darauf, das weiße Papier schwarz einzufärben. Ein wenig Poesie, ein wenig Gedicht, ein wenig Erzählung. So, es ist halb zwölf in der Nacht, jetzt gehts ab ins Bett und in den Traum.

Gute Nacht   !

Kurz vor fünf am Freitagmorgen

Ich konnte schlecht schlafen, habe wild geträumt. Manchmal holen mich Szenen aus früheren Albträumen in der Nacht ein und ich wälze mich nur noch hin und her. Oft werde ich verfolgt, von Leuten, die ich kenne und die mir nicht wohlgesonnen sind bzw. waren. Aber egal. Wenn es gut läuft, schreibe ich nachher ein paar Sätze in der Dichtung, jetzt gerade bin ich zu unkonzentriert und zu verfahren in meinen Gedanken. Ich wünsche euch ein schönes Wochenende, ihr hört von mir   !