KOTZ!!!

Als Vater, Schriftsteller, Hausmann und Zigarrenraucher hat man nur wenig Zeit! Da bleibt nicht viel. Zum Besipiel für Sport! Oder für den Blog hier. Oder für Videos, eben für Hobbys. Filme gucken ist ganz raus. Fernseher sowieso. Schließlich ist man ja auch noch Ehemann! — Mit „Im Wahn der Zeichen“ bin ich vorerst durch. Jetzt kann das Skript etwas ruhen, reifen, wachsen. Arbeite derzeit an „Mucho Guscho“, hiermit läuft es auch sehr gut! Ich habe meinen Stil endlich gefunden! – nach dreißig Jahren! Jetzt weiß ich, was ich will, worauf es mir ankommt. In der Kunst liegt viel Potential für Freiheit, also nehme ich kein Blatt mehr vor den Mund. Warum nicht Worte benutzen, die es in der deutschen Sprache zuhauf gibt! Der  Einzige, der sie sich verbieten kann, bin ich selbst. Mein Gewissen. Aber Kunst kann ja auch voller Sinnlichkeit sein, Kunst muss sinnlich sein! Sexy. Was ich sexy finde, können andere Menschen wiederum hassen. Ist mir wumpe. Das ist meine Sache. Und es ist eure Sache, schließlich braucht ihr ja nichts von mir zu lesen. Sich von Literatur zu befreien, ist noch einfacher, als die Glotze zu missachten. Jedenfalls für die meisten. Ich MUSS lesen! Ich WILL lernen! Von ganz, ganz vielen Autoren, guten und schlechten. So kann man’s machen, so sollte man es nicht machen! Eine Unverschämtheit, was so alles gedruckt wird! Aber jetzt muss ich mich mal über diese Scheiß-Facebook-Tierbilder aufregen! So ne gottverdammte große Scheiße! HUNDE, KATZEN, PFERDE … ich reg mich da so drüber auf, dass ich mich manchmal gar nicht mehr einkriege. Millionen Menschen krepieren – aber klar! NA KLAR! – ihr müsst ARME Tiere posten! Sonst habt ihr keine Probleme! Nee, natürlich nicht. Und was ist mit den 1000 Flüchtlingen, die zusammengekarrt in einer Turnhalle ausharren? Hab ich noch kein Foto von euch bei Facebook gesehen! Es ist zum Mäusemelken! Es ist zum KOTZEN! Überall Armut. Ein Tier ist ein Tier, klar kann man Mitleid haben … Wenn ihr unbedingt wollt kauft Hunde- und Katzenfutter! Oder vielleicht doch lieber ein Brot und ein paar Kartofeln für den Mann auf der Straße? Nee, der ist ja selber Schuld! Klar! Der versäuft ja sein ganzes Geld! Soll er aufhören zu saufen und rauchen. Wichser! Der soll mich bloß nicht ansprechen! Wisst ihr was? Es gibt da so ein paar Kandidaten, die ich aus meiner Freundschaftsliste entfernen werde! Falls ihr das hier lest, könnt ihr das auch ganz schnell bitte selbst erledigen!!! Katzen! Hunde! Pferde! Warum nicht mal Bienen? Die wirklich wichtig sind! Oder Schmetterlinge! Oder Regenwürmer! Wo sind die Insekten??? Gibt es nicht mehr! Aber Katzen und Hunde zuhauf! Und immer bescheuerter werden die Viecher, ich weiß, wie das ist, hab ja selbst ne Katze! Sagen wir 30 Euro im Monat! Ist ne Patenschaft bei PLAN für ein Kind!!! Was ist wichtiger? Ein Menschenleben oder ein Tierleben? Lasst mich damit in Ruhe! BITTE! Ich kann das nicht länger ertragen. Ich kotze! Warum fotografiert ihr nicht eine Putenfabrik!? Massentierhaltung!? Ist die Seele eines Schweines weniger wert, als die eines dreckigen Köters? Ihr fresst das verseuchteste Fleisch, aber eure Töle kriegt einen selbst gestrickten Pullover! Alles ist verdreht. Die ganze Menschheit ist krank! Millionen Menschen sind im Krieg! Jaja, ich mach auch viel zu wenig, ist mir klar! IST MIR KLAR! Aber jetzt brauche ich erst mal Ruhe … von euch   !

 

War im Schreibrausch

Guten Morgen!

Tut mir leid, dass ich so lange nichts von mir hören lassen habe. Ich war im Schreibrausch, habe „Im Wahn der Zeichen“ neu in den PC gehackt. Jetzt heißt es, schleifen und feilen. Muss ja nicht ganz rund sein, darf Ecken und Kanten haben, aber locker zu lesen sein. Nicht anstrengend. 185 Seiten sind es geworden, heißt, in Buchform vielleicht 210. Ich hoffe, ich schaffe es, das Ding noch ein wenig kürzer zu machen, zu raffen und straffen. Im Verkauf soll es am Ende nicht teurer als n Zehner sein. Taschenbuchformat. Muss zu machen sein. Ich will mich um Lesungen kümmern, mich management ja keiner. Gut, also selbst ran an den Speck. Große Ziele für das neue Jahr. Ist ja nicht das schlechteste. Besser als nicht zu wissen, was mit seiner Zeit anfangen. Zeit? Hör auf. Die Tage sind viel zu kurz. Die Nächte meistens auch. Das ganze Leben, wenn es gut läuft. Na ja, wenn es gut läuft, wird man 90. Am besten gesund, aber aussuchen kann man sich das ja leider nicht. Man kann sein Leben etwas beeinflussen, gesund leben zum Beispiel. Sport soll gut sein. Hab ich gehört. Joggen oder so was. Hat mir noch nie Spaß gemacht. Abscheulich. Walken ist okay. Schnell gehen mit diesen Gehhilfen. Krücken. Man sieht damit zwar ziemlich bescheuert aus, aber egal. Stört mich nicht weiter. Andere sehen auch ohne die Dinger bescheuert aus. Kann man ja meistens auch nichts zu. Pech oder Glück gehabt. Wenn man aber schon so bescheurt aussieht, sollte man nicht ganz so bescheuert sein. Lieber zurückhalten, die Fresse öfter  mal halten. Dünschiss wird genug verzapft, der meiste in Kneipen. Nicht im Havana natürlich, ist ja klar. Da ist jeder gut drauf. Scheißegal. Ich glaube, der Blog hier hat sich in über einem Jahr ziemlich verändert. Ich habe mich verändert. Jeder verändert sich, nur manche lernen nichts dazu, wiederholen ihre Fehler immer wieder. Merken es erst, wenn sie in der Falle hängen. Auch egal. Oft merkt man erst was, wenn es zu spät ist. Die Sache ist gelaufen, kann man nicht mehr ändern. Vielleicht kann man sich entschuldigen, bei sich selbst als erstes. Könnte man, macht man manchmal auch. Man bereut. Vergessen tut man fast nichts. Man nimmt alles mit, die Macke bleibt bis zum Schluss. Vollklatsche. Dumm. Jaja. Man wiederholt sich ständig, vor allem, wenn man besoffen ist. Bin ich nie, natürlich nicht. Alles unter Kontrolle. So soll es sein. Klassische Musik läuft im HIntergrund. Gar nicht schlecht manchmal, wenn sie nicht zu dramatisch ist. Das Leben ist dramatisch genug. Man wird runtergezogen, wenn man nicht aufpasst. Gerät in den Strudel der Blödheit. Man schafft es nicht mehr, sich zu schützen. Frisst alles in sich rein. Vor allem die Macken der anderen. Die nerven bis zum Tod. Familie zum Beispiel. Da reichts bei manchen nicht mal zum Denken. Einfach zu dämlich. Na ja, was solls. Reg ich mich nicht weiter drüber auf, heute nicht, läuft ja gerade klassische Musik. Entspannung. Dazu Tee. Bin total nüchtern. Ehrlich. So wie ich schreibe, denke ich auch. Kurz und bündig. Reicht aus. Was will man mehr. Ich liebe heute das Leben, jetzt, in diesem Moment. Immer noch, kaum zu glauben. Glaube? Ja. Was soll ich dazu noch sagen? Es ist zehn Uhr am Abend. Zeit fürs Bett. Also, bis bald mal wieder …

Das wünsche ich euch

Guten Abend und frohes neues Jahr! Bleibt gesund, raucht und trinkt genauso viel wie immer, macht Sport oder auch nicht, bleibt wie ihr seid oder ändert euch, alles egal, Hauptsache ihr seid zufrieden! Von Glück will ich gar nicht sprechen. Wer ist wirklich glücklich? Und wenn man mal glücklich ist, für wie lange? Ein Augenblick reicht schon, er reicht für ein paar Tage. Zufriedenheit ist alles, was der Mensch braucht. Zur Zufriedenheit gehört ein Dach über dem Kopf, zu essen und zu trinken, wenn es geht, eine schöne Umwelt, sauberes Wasser, ein paar gute Freunde … Einige Dinge, die einen erfüllen, vielleicht ein schöner Beruf, ein Hobby usw. Gespräche sind wichtig, mir jedenfalls, sich nicht von den Medien verblöden lassen, soweit das überhaupt noch möglich ist. Blöd ist, wenn man von etwas abhängig ist, ich meine, wenn man nach was süchtig ist. Nahrung braucht der Mensch, Zigaretten und Alkohol nicht. Ich schon. Cigars und Alkohol jedenfalls. Und wenn schon. Ich bin nicht aggressiv, werde nicht ausfallend, schon gar nicht bösartig. Nur in manchen Texten vielleicht, aber das bringt mir auch wiederum Freude, na ja, eher Befriedigung. Habe ich am Tag was geschrieben, bin ich zufrieden. Meistens jedenfalls. Es könnte natürlich oft mehr sein. Was mich nach wie vor unszufrieden macht, sind die Medis, die mich sedieren, müde und schlapp machen. Es bringt aber nichts, sie nicht zu nehmen, dann gehts ab in die Klapse, dann bricht alles wie ein Kartenhaus zusammen. Oft genug habe ich’s erlebt. Dann fängt alles wieder von vorn an, selbst einkaufen zu gehen, muss man neu lernen. Man fühlt sich nach einer Psychose und nach der Entlassung aus der Klinik wie ein kleines unmündiges Kind. Man kann froh sein, wenn man noch ein paar soziale Kontakte pflegt und essen kann. Alles ist anstrengend, das Leben als Psychotiker ist nicht leicht. Mir gehts aber gut, ich gebe meinem Tag so gut wie möglich Struktur, ich brauch euch jetzt nicht schon wieder aufzuzählen, wie mein Tagesablauf meistens aussieht. Auf jedenfall sind die Tage zu kurz, viel, viel zu kurz, die Zeit rennt vorbei wie sonst was. Man kommt nicht hinterher. Jetzt ist es schon halb zwölf in der Nacht, gleich gehts ins Bett. Noch etwas lesen und ein paar Tagebucheinträge. Zum Beispiel, dass mein Sohn den ersten Wackelzahn hat. Das ist doch schon mal was. — Meckert nicht über alles, regt euch nicht so sehr auf, es bringt euch nur schlecht drauf. Und wenn ihr meckern müsst, dann ändert etwas, versucht es zumindest, sagt nicht nur, was soll ich denn schon machen. Jeder kann verändern, wenn er will. Als erstes sich selbst. Gebt nicht immer allen anderen die Schuld für eure miese Laune. Klar, es gibt viel zu viele Menschen, den geht’s beschissen. Aber ehrlich mal – auch dir? Oder dir? Zumindest habt ihr ein Handy oder einen PC und könnt diesen Artikel lesen, vielleicht dabei noch was essen und trinken. Warm ist es auch, obwohl Winter ist. Oder musst du frieren? Lebst du in einem Zelt, so wie Millionen andere? Sicherlich ist jedem Menschen schon was Schlechtes widerfahren, auch Dinge, über die man vielleicht nicht hinweg kommt. Dann nutz die guten, die schönen Augenblicke, lass dich von der Sonne blenden. Lass dich anstrahlen. Lies ein gutes Buch, schau dir einen Film an, der dich begeistert. Muss ja kein Horrorfilm sein. Besser ein Naturfilm. Such ein nettes Gespräch, oft reichen ein paar Sätze, baust du andere Menschen auf, baust du dich sebst auf. Weil du weißt, dass es besser geht. Versink nicht in Selbstmitleid, sauf nicht, weil alles scheiße ist. Frustsaufen ist der aller größte Scheiß. Versuchs doch lieber mal mit einem Joint. Würde vielen Leuten gut tun. Anderen natürlich nicht. Oder mach Yoga, sonst einen Sport, spiel Schach. Dreh dir eine. Schneide die Zigarre an und nimm dir Zeit zum Telefonieren. Erwarte nichts von anderen, du musst selbst aktiv sein. Hör dir keinen esoterischen Schwachsinn an, wie diesen hier. Der aber wahr ist. Da gibt es in der Tat ganze Bücher und Workshops drüber. Einen ganzen Indsutriezweig. Hör nicht auf mich. Ich bin nur Gott in meinen Psychosen. Hab ich aber auch keine Lust mehr drauf, ist viel zu anstrengend. Es gibt genug Möchtegern-Götter. Sektenführer. Gurus. Wichser. Scharlatane. Auch in der Politik, gerade in der. Zu viele suchen nach einem neuen Führer, diese armen Kreaturen sind so armselig und minderwertig. Sie sollen lieber auf sich selbst hören, auf ihr Herz, wenn möglich dabei auch noch auf ihr unverkorkstes Gehirn. Macht Liebe. Vögelt rum, wenn ihr Singles seid. Was ist dabei. Seid nicht immer so moralisch, sind viele Katholiken ja erst recht nicht, waren sie auch nie. Pfarrer, Priester, so viele Kinderficker. Die Wahrheit will keiner hören, da soll man noch die Worte verschönern. Aber wenn ein Schizophrener, der Stimmen hört, eine Frau vergwaltigt, dann ist das viel dramatischer. Na ja, für alles soll man ja sowieso Verständnis haben. Nein, soll man nicht. Man darf sich aufregen, ist erlaubt, aber ohne wen anders zu verletzen. Verbal oder körperlich, beides ist verboten. Freundlichkeit. Scheiß drauf! Macht das Beste draus, ehrlich, das meine ich ernst. Lass dich nicht zu sehr beeinflussen von da draußen. Bleib dir treu, gehe deinen Weg mit Würde. Du darfst auch ruhig ein bisschen stolz sein, aber bitte nicht auf dein Land, denn du hast einfach Glück oder Pech gehabt. Du bist nichts Besonderes. Schon gar nicht, weil du Benz oder VW fährst. Hitler fuhr beides. Wenn du ein Bild gemalt hast, das dir gefällt, darfst du stolz drauf sein. Wenn du deine Arbeit gut erledigst hast. Wenn du deinem Kind oder irgendeinem Menschen einen helfenden Ratschlag mitgibst. Freu dich drüber. Gib nicht an. Ich, ich, ich … alle reden immer über sich … ich auch, ja klar. Ist so meine Art. Und deine? Und hör auf, ständig beschissene Witze zu erzählen, die so unwitzig sind. Wenn du unsicher bist, tu was dagegen, mach was, was du gut kannst. Hast du nichts, such dir was. Lächele. Lächele dein Spiegelbild mal an, wünsch einem Menschen einen Guten Morgen. Du hast nichts zu verlieren, kannst nur gewinnen. Das wünsche ich euch für 2018, und noch viel mehr. Aber zuerst Zufriedenheit. So, schade, aber ich muss ins Bett, es ist zwölf. Bis bald,

euer Weltschriftsteller   !